Tipps & Tricks für Familien mit Hund

Baby, Kleinkind und Hund – eine Triple-Konstellation, die nicht nur für die Mutter anstrengend ist, sondern auch für den Hund. Was haben wir auf diesem Bild gemacht? Ich habe den kleinen jungen Mann gebeten Leckerchen auf dem Baumstamm zu verstecken. Der Hund durfte währenddessen mit seiner Halterin interagieren. Fertig versteckt, bekam Ben* die Aufgabe, den Hund zu rufen. Halterin, Kind und Hund gingen nun gemeinsam auf Schatzsuche. Bei kleineren Kindern empfehle ich, wenn der Hund Unterstützung benötigt, sich zwischen Kind und Hund zu positionieren. Hat der Hund alle Leckerchen gefunden, wird das Spiel umgedreht. Das Kind darf in einiger Entfernung warten und auf Zuruf kleine Brezeln, Rosinen, Beeren oder andere gesunde Leckereinen suchen. Was ist an diesem simplen Spiel so wertvoll?

Für das Kind:

  • Frische Luft ist gesund
  • Das Kind hat eine Aufgabe und darf mit dem Hund interagieren, ohne ihn direkt anzufassen oder ihn körperlich einzuschränken
  • Das Rufen des Hundes macht stolz – und das, was stolz macht, wiederholt man
  • Das Beobachten und Mitfiebern, ob der Hund alle Leckerchen findet, ist spannend. Die gemeinsame Freude, wenn alle gefunden wurden ist riesig.
  • Wenn es selbst suchen darf, lernt es, stehen zu bleiben, bis die Mutter das GO gibt. Das ist die schönste Art, das Warten zu lernen
  • Das Explorationsverhalten, also das Erkunden der Umwelt, die Neugier, Neues zu entdecken, wird gefördert
  • Das Bedürfnis, Zuhause mit dem Hund zu interagieren sinkt, weil das Bedürfnis nach gemeinsamer Zeit draußen gestillt wurde

Für den Hund:

  • Er hat, während das Kind die Leckerchen versteckt, eine kleine „Mamazeit“. Zeit, in der die Halterin einen Trick abrufen kann, der ihm Freude macht. Das kann man wunderbar ritualisieren und so lernt auch ein Hund, sich auf andere Abläufe zu fokussieren, während das Kind in Bewegung ist
  • Sein Erkundungsverhalten wird gefördert
  • Er lernt, dass das Kind mit ihm gemeinsam interagiert, er aber jederzeit seine Individualdistanz wählen kann – diese Möglichkeit hat er Zuhause meist nicht
  • Er verknüpft die Stimme und den Geruch des Kindes mit dem Erfolg, die Leckerchen gefunden zu haben
Die Mutter stellt sich zwischen Kind und Hund

Zum Schluss gibt es für beide ein „Toll gemacht!“, damit Kind und Hund nicht in einer Erwartungshaltung bleiben. Solche Spiele garantieren einen ausgelasteten Hund, ein müdes, glückliches Kind und eine Mutter und Halterin, die durchatmen kann, weil sie Zuhause Ruhe hat.